Einsamkeit hat viele Gesichter und betrifft auch Kinder und Jugendliche. Oft bleibt das Gefühl unsichtbar. Im Rahmen der bundesweiten Aktionswoche setzen die regionalen Projekte der LEB Brandenburg e.V. ein klares Zeichen für soziale Teilhabe und Bindung. Wir schaffen Räume für Austausch, Kreativität und echte Verbindung – direkt vor Ort in unseren Schulen und Freizeiteinrichtungen.

„Weil niemand allein sein muss. Zusammen sind wir unschlagbar!“

Hier landen am Mittwoch, den 24. Juni, laufend frische Eindrücke aus ganz Havelland. Klick dich durch die kreativen Postkarten,  Challenge-Bilder und anderen Eindrücke. Welches Werk berührt dich am meisten? Lass dich davon anstecken und schicke gern selbst eine Postkarte an jemanden.

Aktionstag gegen Einsamkeit am 24. Juni in der Schulsozialarbeit und Jugendhilfe. Entdecke, was unsere Teams und Kids auf die Beine gestellt habe, z.B.:

  • Reden & Verstehen: „Wir das Thema Einsamkeit besprechbar. Reden hilft, das Gefühl zu normalisieren und Wege heraus zu finden.“

  • Postkarten-Aktion:  „Kleine Geste, große Wirkung: Kinder gestalten Postkarten mit Botschaften wie ‚Du bist nicht allein‘, um sie an Freunde, Verwandte oder Nachbarn zu verschenken.“

  • Bilder-Challenge „Visualisieren statt Schweigen: Unter dem Motto ‚Allein vs. Zusammen‘ fangen Jugendliche Kontraste und Perspektiven fotografisch ein..“

Unser Aktionstag 24.06.2026 im Fokus: Unsere Live-Galerie

Vereinzelte Projektbeschreibungen zu den Bildern sind weiter unten zu finden.

Du fühlst dich gerade einsam oder belastet?

Du musst da nicht alleine durch. Unsere Sozialarbeiter:innen vor Ort oder andere Stellen in deiner Nähe haben immer ein offenes Ohr für dich.

Alternativ findest du hier rund um die Uhr kostenfreie und anonyme Unterstützung:

Heinz-Sielmann-Schulzentrum (Grundschule)

Kinder der Klassen 1- 4 am Heinz-Sielmann Schulzentrum gestalten ihre persönlichen Glückskarten zum Thema Verbundenheit. Diese werden die gesamte Woche am Haupteingang der Schule als großes zweiseitiges Gemeinschaftmosaik ausgestellt. Die Kartengestaltung war in einen Unterrichtsblock eingebunden, indem die Schulsozialarbeit Spiele in der Klassengemeinschaft angeleitet hat, die Einsamkeit versus Alleinsein und miteinander Verbunden-sein sinnlich und kognitiv erfahbar gemacht haben.

Grundschule Wustermark 

Im Rahmen der Aktionswoche gegen Einsamkeit haben wir gemeinsam mit einer 5.Klasse einen Projekttag zum Thema „Einsamkeit“ im Jugendclub Wustermark durchgeführt. Die Kinder setzten sich altersgerecht mit Gefühlen, Empathie und Gemeinschaft auseinander. Neben Gesprächen, einem gemeinsamen Frühstück und kreativen Angeboten wie dem Gestalten von Postkarten und dem bemalen von Gipsengeln entstand auch ein Wunschbaum mit vielen positiven Botschaften. Es war ein gelungener Tag mit vielen wertvollen Begegnungen und Eindrücken.

Erich-Kästner-Grundschule (Falkensee)

Gemeinsam mit meiner Schülerpraktikantin und einer 4. Klasse, habe ich das Thema „Einsamkeit“ in einem Fotoprojekt künstlerisch umgesetzt.
Zuerst haben wir über Situationen gesprochen, in denen man sich einsam fühlen könnte.
Dann haben wir darüber gesprochen, wie man dem entgegen wirken könnte. Dann haben sich die Kinder in Kleingruppen zusammen gefunden und sollten sich Situationen überlegen, die Einsamkeit und das Gegenteil darstellen.
Dies haben wir dann final fotografisch festgehalten und die Kinder haben sich Statements dazu überlegt.

Heinz-Sielmann-Zentrum (Oberschule)

Gemeinsam mit einer 9. Klassen haben wir Briefe an Bewohner des Senioren centrums in elstal geschrieben. Die Schüler haben die Einrichtung und ihre Bewohner vor ein paar Wochen besucht. Diesbezüglich wurde an die Senioren heute Briefe mit vielen lieben Worten geschrieben.

Oberstufenzentrum Havelland (Standort Nauen)

Gemeinsam mit zwei Klassen der Berufsvorbereotung wurde Einsamkeit und was Einsamkeit für jeden einzelnen bedeutet und besprochen. Im Anschluss stellten die Schülerinnen und Schüler ihr Empfinden von Einsamkeit mit Hilfe verschiedener KI Software grafisch dar.

Oberstufenzentrum Havelland (Standort Friesack)

Zum Abschluss des Berufsorientierungsprojektes stand Einsamkeit als  wichtiges Thema im Mittelpunkt. Die Teilnehmenden sprachen offen darüber, was Einsamkeit bedeutet, welche Ursachen sie hat und was man aktiv dagegen tun kann. Danach wurde es kreativ und praktisch: Jede und jeder gestaltete persönliche Postkarten für Familie, Freunde oder Nachbarn, um lieben Menschen eine Freude zu machen. Abgerundet wurde die Aktion durch ein gemütliches gemeinsames Essen – denn das schmeckt nicht nur gut, sondern verbindet auch und bringt die Menschen zusammen.

Kooperationsschule Friesack

Ein Gemeinschaftskunstwerk entstand gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der 1. -10. Klasse der Kooperationsschule sowie den Lehrkräften und Schulsozialarbeiterinnen. Es wurde gemeinsam besprochen, wie jeder für sich Einsamkeit definiert und Symbole und Bilder herausgesucht die alle Beteiligten mit dem Thema Gemeinsamkeit verbinden. Diese schmücken nun die Wendeschleife sowie angrenzende Straßen der Schule.

Goethe-Gymnasium (Nauen)

Gemeinsam mit einer 7. Klasse wurde das Thema Einsamkeit besprochen. Wer könnte einsam sein und wo könnte man einsam sein? Es wurden Postkarten zum Thema gestaltet. Die Karten konnten die Jugendlichen an jemanden in ihrem persönlichen Umfeld schicken oder überreichen. Viele dachten hier an ihre Großeltern. Die übrigen gestalteten Postkarten werden an eine Senioren-WG in der Nähe der Schule weitergeleitet.

Erich-Kästner-Grundschule (Falkensee)

Mit einer 2. und einer 6. Klasse wurde die Geschichte „Die kleinen Leute von Swabedoo“ gelesen und unter den Gesichtspunkten von Einsamkeit und kleinen freundlichen Gesten besprochen. Im Anschluss haben die Kinder eine Woche lang kleine Fellchen untereinander getauscht, wenn sie sich gesehen haben. Dies ist angelehnt an das Verschenken der Pelzchen, wie es die Swabedoodahs aus der Geschichte praktizieren.

Geschwister-Scholl-Grundschule (Falkensee)

Fünf Kinder aus einer 5. Klasse wollten sich mit der Schulsozialarbeiterin der Geschwister-Scholl-Grundschule Falkensee mit einer wichtigen Frage beschäftigen und dazu ein Plakat entwickeln:  Wie gehen wir mit obdachlosen Menschen und Menschen in absoluter Armut um?

Viele Betroffene erleben im Alltag Ablehnung, Ignoranz oder sogar Spott. Dabei kostet ein freundlicher Blick, ein Lächeln oder ein respektvolles Wort nichts – kann aber für einen einsamen Menschen sehr viel bedeuten.

Die Schülerinnen möchten mit ihrem Plakat daran erinnern, dass jeder Mensch Würde verdient. Oft sind es die kleinen Gesten, die Hoffnung schenken: zuhören, grüßen, freundlich sein oder einfach nicht wegsehen.

Nicht Geld macht Menschen glücklich. Viel wichtiger ist ein respektvoller und menschlicher Umgang miteinander. Freundlichkeit kann Mut geben, Einsamkeit lindern und zeigen: Du bist nicht unsichtbar.

Die Botschaft der Kinder, dass eine bessere Gesellschaft mit Mitgefühl, Respekt und kleinen Zeichen der Menschlichkeit beginnt – veröffentlichten sie an einer Bushaltestelle.

Im Rahmen der Schulsozialarbeit entstand gemeinsam mit einer Schülerin ein besonderes Projekt: Ein Plakat von Kindern für Kinder, das Mut machen soll, Freundschaften zu finden, sich selbst anzunehmen und mit schwierigen Erfahrungen nicht allein zu bleiben.

Das Mädchen fühlte sich über längere Zeit ausgegrenzt und hatte Schwierigkeiten, Anschluss in der Schule zu finden. In Gesprächen innerhalb der Schulsozialarbeit begann sie, offen über ihre Erfahrungen, ihre Wünsche und auch über schmerzhafte Erlebnisse zu sprechen. Besonders wertvoll war dabei, dass sie nicht nur über das sprach, was sie verletzt hatte, sondern auch darüber, welche Wege und Versuche nicht funktioniert hatten. Dadurch entstand ein ehrlicher und authentischer Zugang, der anderen Kindern Mut machen kann.

Gemeinsam entwickelten wir ein Plakat, das Kinder ermutigt, aufeinander zuzugehen und echte Freundschaften aufzubauen – ohne sich dafür verstellen zu müssen. Im Verlauf dieses Prozesses konnte die Schülerin Abstand zu belastenden Situationen gewinnen, eigene Erfahrungen neu einordnen und diese als Teil ihrer persönlichen Entwicklung betrachten.

Ein wichtiger Schwerpunkt der Arbeit war die Stärkung ihrer eigenen Ressourcen und ihres Selbstwertgefühls. Die Schülerin erkannte zunehmend: Sie muss sich nicht verbiegen, um akzeptiert zu werden oder „falsche Freunde“ zu gewinnen. Sie ist mehr als ihr Aussehen, mehr als die Meinungen anderer – und genau so, wie sie ist, wertvoll und liebenswert.

Die kreative Arbeit am Plakat wurde so zu einem wichtigen Schritt hin zu mehr Selbstannahme, Selbstwirksamkeit und emotionaler Stabilität. Schulsozialarbeit bedeutet in diesem Zusammenhang nicht nur Unterstützung in schwierigen Situationen, sondern auch Begleitung auf dem Weg, die eigene Stimme zu finden, Stärken sichtbar zu machen und Kindern Mut für ihren eigenen Weg zu geben.

Im Rahmen eines Projektes der Schulsozialarbeit beschäftigten sich die Kinder der 1. Klasse mit den Themen Freundschaft, Nähe und Wertschätzung. Gemeinsam wurde darüber gesprochen, wie schön es sich anfühlt, wenn jemand an einen denkt — und wie wichtig kleine Zeichen der Aufmerksamkeit sein können.

Im Sitzkreis tauschten sich die Kinder darüber aus:
Wen habe ich lieb?
Wen sehe ich leider nicht so oft?
Wann habe ich mich einmal über eine Nachricht oder eine liebe Geste gefreut?

Anschließend wurde die Geschichte „Post für den Tiger“ von Janosch vorgelesen. Die Kinder erlebten dabei, dass Freundschaft auch über Entfernungen hinweg bestehen kann und dass kleine Botschaften große Freude schenken.

Im kreativen Teil des Projekts gestalteten die Kinder eigene Postkarten für Menschen, die ihnen wichtig sind und die sie nicht oft sehen — zum Beispiel Großeltern, Freunde oder Familienmitglieder. Mit viel Fantasie, liebevollen Worten und bunten Bildern entstanden ganz persönliche Karten voller Wärme und Wertschätzung.

Die Kinder lernten dabei:
Schon kleine Gesten können anderen Menschen Freude machen. Freundschaft bedeutet, aneinander zu denken. Und manchmal braucht es nur ein paar liebe Worte, um jemandem ein Lächeln zu schenken.

Das Projekt stärkte soziale Kompetenzen, Empathie und die Fähigkeit, Gefühle auszudrücken. Gleichzeitig erfuhren die Kinder, wie schön es ist, anderen Aufmerksamkeit und Zuneigung zu schenken.

Schulsozialarbeit schafft damit Räume, in denen Kinder Gemeinschaft erleben, Gefühle benennen und positive Beziehungen gestalten können — mit Herz, Kreativität und kleinen Botschaften, die viel bewirken.